Elektrophysiologie und Rhythmologie

Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien) bezeichnen die abnorme Folge des Herzschlages. Diese Herzrhythmusstörungen können zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität durch unangenehmes Herzrasen oder zu einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit führen. Spezielle Formen erhöhen das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden oder können sogar akut lebensbedrohlich sein.

Der medizinische Fortschritt der letzten Jahre erlaubt heute in vielen Fällen eine erfolgreiche Behandlung. Seit dem Jahr 2015 steht dazu am Standort in Singen ein elektrophysiologisches Labor zur Verfügung, in dem mit modernen Methoden sehr viele Formen von Herzrhythmusstörungen behandelt werden können. Wir sind spezialisiert auf die Diagnostik und Behandlung von komplexen Herzrhythmusstörungen. Wir bieten Ihnen eine umfangreiche Abklärung, Beratung und Behandlung Ihrer Beschwerden gemäß aktueller Erkenntnisse und mit optimalen Behandlungsmethoden an. Unser elektrophysiologisches Labor ist mit einem dreidimensionalen Mappingsystem ausgestattet, das eine präzise Steuerung der Katheter in Ihrem Herzen erlaubt und die Röntgenstrahlung auf ein Minimum reduziert.

Sie bestmöglich zu beraten, ist uns wichtig!

Daher bieten wir eine prästationäre Sprechstunde in unserer Rhythmus-Ambulanz an. Wenn Sie Fragen haben oder einen Termin mit uns vereinbaren möchten, stehen wir Ihnen über unser Sekretariat gern zur Verfügung.

Unser Leistungsspektrum

Rhythmussprechstunde

Eine professionelle und umfangreiche Abklärung der Herzrhythmusstörungen wird in unserer Rhythmussprechstunde angeboten. Nach einer ausführlichen Anamnese, Sichtung der Vorbefunde und ggf. Durchführung zusätzlicher Untersuchungen (Echokardiographie, LZ-EKG, 7-Tage LZ-EKG) wird ein individuelles Therapiekonzept aufgestellt. Prästationär ist dazu ein Einweisungsschein Ihres Hausarztes, für eine ambulante Vorstellung ein Überweisungsschein Ihres Kardiologen erforderlich.

Sie finden uns im Erdgeschoss des Hauptgebäudes, in der Nähe des Café Lichtblick (siehe Plan).

Wegbeschreibung zur Elektrophysiologie am HBK Singen

Katheterablation

Katheterablation

Unter Katheterablation ist eine Behandlung von Herzrhythmusstörungen zu verstehen, die mittels Katheter durchgeführt wird, welche in der Regel über die Venen zum Herz vorgebracht werden. Wir bieten diese Ablation (Verödung) als Therapieverfahren für eine zahlreiche Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern, Vorhofflattern, AV-Knoten-Reentrytachykardien, AV-Reentry-Tachykardien, ventrikuläre Herzrhythmusstörungen) an. Die Kathetherablation wird durch „Hitze“ (Radiofrequenzablation) durchgeführt. Unser Herzkatheterlabor arbeitet mit einem der modernsten Mappingsysteme (CARTO, Firma Biosense Webster).

Die meisten Untersuchungen werden im Schlaf, aber ohne Vollnarkose durchgeführt, die Katheter werden durch die rechte und ggf. auch linke Leiste eingeführt. Eine Untersuchung dauert ca. 1-3 Stunden, nach der Behandlung ist meist ein stationärer Aufenthalt von 1-2 Tagen erforderlich.

Für ausgewählte Patienten und Herzrhythmusstörungen kann eine Katheterablation eine Heilung bedeuten und damit die Einnahme von Medikamenten vermieden werden.

Kardioversionsbehandlung

Bei Patienten mit Vorhofflimmern ist in einigen Fällen eine Behandlung mittels elektrischer Kardioversion nötig. Nach entsprechender Aufklärung wird die Behandlung in einer Kurznarkose durchgeführt. In den meisten Fällen erfolgt zuvor eine Ultraschalluntersuchung des Herzens über die Speiseröhre, um Blutgerinnsel im Herzen auszuschließen. Bei der Elektrokardioversion wird anschließend ein kurzer Stromstoß abgegeben, der den normalen Herzrhythmus wieder herstellt. Damit dieser aufrecht erhalten wird, ist oftmals eine medikamentöse Behandlung erforderlich.

Herzschrittmacher, ICD und CRT

Herzschrittmacher sind zur Behandlung von langsamen Herzrhythmusstörungen geeignet, der implantierbare Defibrillator zur Verhinderung des plötzlichen Herztodes und sogenannte CRT Systeme („Kardiale Resynchronisationstherapie“) zur Behandlung einer Herzschwäche bei ausgewählten Patienten. Die Auswahl richtet sich nach nationalen und internationalen Leitlinien. Bei einigen Patienten kann die ICD Implantation ohne Sonden im Herzen als „subcutaner“ ICD durchgeführt werden.

Röntgenbild mit einem Herzschrittmacher
Röntgenbild mit einem Herzschrittmacher
Röntgenbild mit einem subcutanen ICD
Röntgenbild mit einem subcutanen ICD

Die Operationen werden in einem leichten Schlaf ohne Vollnarkose durchgeführt, am nächsten Tag erfolgt die technische Kontrolle und ggf. ein Röntgenbild des Brustkorbes. Alle Patienten erhalten einen Ausweis und einen Termin zur ersten Kontrolle, die nach ca. 6-8 Wochen in unserer Herzschrittmacher Ambulanz durchgeführt wird. Weitere Kontrollen sind ca. halbjährlich erforderlich und werden von niedergelassenen Kardiologen durchgeführt.

In unklaren Fällen und möglicherweise nur vorübergehend bestehendem Risiko ist gelegentlich noch eine Wartezeit mit Anpassung der medikamentösen Therapie notwendig. In diesen Fällen bieten wir eine vorübergehende Versorgung mit einem tragbaren Defibrillator (Life Vest, Firma Zoll) an.

Synkopenabklärung

Plötzliche Ohnmachtsanfälle (Synkopen) sind häufige ärztliche Vorstellungsgründe. Die Abklärung ist häufig schwierig, ein wichtiger Schlüssel dazu ist zunächst ein ausführliches Gespräch. Die Ursachen sind vielfältig, gelegentlich völlig harmlos, in Einzelfällen aber auch gefährlich.

Im Rahmen der Synkopenabklärung bieten wir Ihnen die folgende Leistungen an:

  • Erstvorstellung mit ausführlichem Gespräch, 12-Kanal-EKG, Blutdruckmessungen
  • Weiterführende Diagnostik nach Bedarf:
    - Kardiale Bildgebung zur Abklärung struktureller oder funktioneller Herzkrankheiten (Echokardiographie, ggf. MRT oder CT),
    - Belastungstests (Ergometrie, Stressechokardiografie),
    - invasive Koronardiagnostik,
    - Abklärung von Kreislauf-Regulationsstörungen (Schellongtest, 24h-Blutdruck-Profil, Kipptischuntersuchung),
    - Langzeit-EKG (Dauer 24-Stunden bis 7 Tage),
    - implantierbare Ereignisrecorder. Dieser Ereignisrekorder wird durch einen kleinen Schnitt in örtlicher Betäubung unter die
      Brusthaut gelegt und kann Ihren Herzrhythmus ca. 3 Jahre kontinuierlich überwachen. Er speichert automatisch EKGs von selten
      auftretenden Herzrhythmusstörungen, die eine Ohnmacht bedingen können,
    - invasive elektrophysiologische Untersuchung.

Das Team der Elektrophysiologie

Aktuelle Besucherregelung

Besucherselbstauskunft Covid -19 und Verpflichtungserklärung

(Bitte vor Besuch ausfüllen und mitbringen)


Liebe BesucherInnen, liebe Angehörige,

unsere stationären Patienten freuen sich über Ihren Besuch. Die seit dem 25. August 2021 geltende Corona-Verordnung des Landes lässt wieder mehr Besucher pro Patient zu. Deswegen haben wir unsere Besucherregelung auf der Grundlage der Verordnung angepasst. Wir möchten Sie aber aufgrund der weiterhin anhaltenden Pandemie darum bitten, die Anzahl der gleichzeitigen Besucher so gering wie möglich zu halten, um die Gefahr von eventuellen Ansteckungen zu minimieren.

Wir freuen uns, Sie in den Kliniken des GLKN begrüßen zu dürfen. In den Kliniken Singen, Radolfzell und Stühlingen gelten die üblichen Besuchszeiten von 9.00 bis 20.00 Uhr (Ausnahmen klären Sie bitte mit dem verantwortlichen Arzt der jeweiligen Station). Im Klinikum Konstanz heißen wir Sie von Montag bis Freitag von 13.00 bis 19.00 Uhr und am Wochenende sowie feiertags von 12.00 bis 18.00 Uhr willkommen.

Bitte beachten Sie, dass zum Schutz des Personals und der Beschäftigten Menschen, die in den letzten vier Wochen an COVID-19 erkrankt waren oder bei denen ein unwiderlegter Verdacht auf eine Erkrankung besteht, vom Besuch ausgeschlossen sind.

Zur Erhebung der Kontaktdaten steht den Besuchern ab sofort die Luca App an den zentralen Eingängen unserer Kliniken zur Verfügung. Sollten Sie sich lieber mittels Formular anmelden wollen, steht Ihnen unser Besucherfragebogen zur Verfügung.

Das Tragen einer geeigneten Maske, auch im Krankenzimmer, ist bei BesucherInnen weiterhin vorgeschrieben. Bitte bringen Sie einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz oder eine geeignete FFP2-Maske selber mit. Wir empfehlen die FFP2-Maske, da Sie für Sie und den besuchten Patienten einen höheren Schutz bietet. In Einzelfällen können beide Maskentypen bei der Eingangskontrolle gegen eine Gebühr erworben werden.

Auf unseren Intensivstationen, in der Neonatologie, in der Onkologie und auf den Covid19-Stationen ist aus Rücksicht auf die besonders schwer erkrankten PatientInnen die FFP2-Maske weiterhin vorgeschrieben.

Besucher stationärer Patienten in unseren Kliniken haben weiterhin einen negativen Antigentest vorzuweisen - das gilt für den Besuch im Innen- als auch im Außenbereich. Das Schnelltestergebnis darf nicht älter als 24 Stunden sein. Das Ergebnis eines PCR-Tests darf nicht älter als 48 Stunden sein.

Von der Testpflicht ausgenommen sind vollständig geimpfte oder genesene Personen. Hierüber ist ein geeigneter Nachweis zu erbringen (*).

Wenn Sie einen ambulanten Untersuchungs- oder Behandlungstermin oder einen Termin in einer Sprechstunde haben, teilen Sie dies an der Eingangskontrolle bitte mit. Ambulante Patienten benötigen eine FFP2-Maske oder bei Vorliegen von Testung oder Impfung mindestens einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz.

Bitte desinfizieren Sie beim Betreten der Klinik Ihre Hände. Die Einhaltung der Abstandsregel gilt auch im Krankenhaus.

Das Betreten der Kliniken ist nur über die zentralen Haupteingänge gestattet.

Wir bitten unsere Besucherinnen und Besucher um Verständnis und um Einhaltung der Besucherregelung.

Vielen Dank!

Ihre Krankenhausleitung

Stand: 13.09.2021

(*) Nachweis: Bei Geimpften: Impfnachweis (Gelbes Buch) oder Impfbescheinigung oder Digitaler Impfnachweis plus Identitätsausweis. Bei Genesenen: schriftlicher positiver PCR-Nachweis nicht älter als 6 Monate und nicht jünger 28 Tage plus Identitätsnachweis.

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