Optimierte Versorgung der Notfallpatienten

27. Mai 2021

Digitalisierung: Notfalldaten aus dem Rettungswagen direkt in die Zentralen Notaufnahmen

Dr. Volker Steinecke, Chefarzt der Singener Notaufnahme, erklärt am neuen Arrivalboard wie die neue digitale Möglichkeit im Ernstfall funktioniert. Bild: Jagode
Dr. Volker Steinecke, Chefarzt der Singener Notaufnahme, erklärt am neuen Arrivalboard wie die neue digitale Möglichkeit im Ernstfall funktioniert. Bild: Jagode

(Kreis Konstanz). Der Gesundheitsverbund Landkreis Konstanz (GLKN) ist einen wichtigen Schritt in Richtung Digitalisierung des Notfallmanagements gegangen. Seit dem 19. April 2021 erfolgt an den GLKN-Standorten Singen, Radolfzell und Konstanz die Anmeldung von Notfallpatienten durch den Rettungsdienst digital mit Hilfe des Notfall-Informations- und Dokumentations-Assistenten NIDA. NIDA wurde entwickelt vom Zentrum für Telemedizin in Bad Kissingen (ZTM) und ist bundesweit im Einsatz.

Die Erprobungs- und Lernphase verlief bis jetzt reibungslos. Laut den beiden Chefärzten der Zentralen Notaufnahmen in den Hegau-Bodensee-Kliniken Singen und Radolfzell sowie im Klinikum Konstanz, Dr. Volker Steinecke und Prof. Ivo Quack, ist die neue Möglichkeit ein „Meilenstein“ in der Versorgung der Notfallpatienten. Mit Hilfe von NIDA komme es zu einer wichtigen Zeitersparnis bei Notfallpatienten und damit zu einer weiteren Optimierung der Patientenversorgung.

NIDA funktioniert mit Hilfe eines Datenempfangsservers, der in der Klinik steht und die Daten des Rettungsdienstes empfängt. Der Server kommuniziert dabei über eine standardisierte Schnittstelle mit der Notaufnahmesoftware. Über diese Schnittstelle können wichtige Daten wie Blutdruck, Puls, Blutzucker und Sauerstoffsättigung im Blut, ein erstes EKG und das Rettungsdienstprotokoll anonymisiert vom Rettungsdienst übermittelt und direkt auf einem Monitor, dem sogenannten „Arrivalboard“, in der ZNA angezeigt werden. Nach dem Ampelsystem wird dem angekündigten Patienten eine Dringlichkeitsstufe zugeteilt.

Noch bevor der Patient also in Wirklichkeit über die Türschwelle des Klinikums tritt, liegen dort digital aus dem Rettungswagen alle erforderlichen Daten für die Weiterbehandlung vor. Die telefonische Anmeldung und aufwändige telefonische Nachfragen entfallen damit. Auch die voraussichtliche Ankunftszeit des Rettungswagens im Krankenhaus bekommt das ZNA-Team mitgeteilt. Die digitale Voranmeldung führt also zu einer deutlich besseren Planbarkeit für die Ärzte in den Zentralen Notaufnahmen. Vor allem zeitkritische Patienten, zum Beispiel Patienten mit einem Herzinfarkt, können ohne Zeitverzögerung der richtigen Behandlung, beispielsweise dem Linksherzkathetermessplatz, zu geführt werden. Da bei Notfalleinsätzen oft jede Sekunde zählt, hilft das neue System, Leben zu retten, ist sich Dr. Volker Steinecke sicher.

Bei der Online-Kick-off Schulung in diesem Frühjahr hatten nicht nur die Mitarbeiter und Ärzte der Zentralen Notaufnahmen der Kliniken Singen, Radolfzell und Konstanz teilgenommen, sondern auch die Mitarbeiter des DRK, der Johanniter Singen, des ASB und der Maltester. Die Integrierte Leitstelle Konstanz war ebenfalls einbezogen.

Aktuelle Besucherregelung

Besucherselbstauskunft Covid -19 und Verpflichtungserklärung

(Bitte vor Besuch ausfüllen und mitbringen)


Liebe BesucherInnen, liebe Angehörige,

Angesichts der sich zuspitzenden Infektionslage im Land werden in den Akutkliniken des Gesundheitsverbunds Landkreis Konstanz (GLKN) seit Montag, 6. Dezember 2021, Besuche weiter eingeschränkt. Diese sind nur noch nach vorheriger telefonischer Absprache mit dem behandelnden Arzt/der behandelnden Ärztin möglich. Der Zutritt wird nur geimpften und genesenen Besuchern gewährt. Darüber hinaus müssen Besucher gemäß der Corona-Verordnung des Landes entweder einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, oder mindestens einen negativen PoC-Antigen-Test, dessen Ergebnis nicht älter als 24 Stunden sein darf, vorweisen ( = 2G+ Regel). Das gilt auch für die Boosterimpfung.

Die große Zahl an Fälschungen des gelben Impfbuches hat dazu geführt, dass das Land Baden-Württemberg zum Nachweis für eine Corona-Impfung zum 1. Dezember neue Regelungen eingeführt hat. In Bereichen, in denen die 2G/2G+ Regel gilt, ist der Zutritt nur noch mit auslesbaren QR-Codes möglich. Der Code kann in der Corona-Warn-App oder CovPass-App gespeichert werden. Für Besucher und Patienten, die kein Smartphone besitzen, kann der QR-Code ausdruckt mitgeführt werden. Außerdem gibt es für Menschen ohne Smartphone die Möglichkeit, sich in Apotheken eine sogenannte Immunkarte zu besorgen. Dies ist ein Impfpass mit EU-weiter Gültigkeit.

Das Tragen einer FFP-2 Maske ist im gesamten Klinikum, auch im Krankenzimmer, vorgeschrieben. Bitte desinfizieren Sie beim Betreten der Klinik auch Ihre Hände. Die Einhaltung der Abstandsregel gilt auch im Krankenhaus.

Das Betreten der Kliniken ist ausschließlich über die zentralen Haupteingänge gestattet. Die Nichteinhaltung dieser Vorschrift bedeutet eine Ordnungswidrigkeit und kann als solche geahndet werden.

Wir bitten unsere Besucherinnen und Besucher um Verständnis und um Einhaltung der Besucherregelung.

Vielen Dank!

Stand 02.12.2021

Diese Webseite nutzt externe Komponenten, wie z.B. Karten, Videos oder Analysewerkzeuge, welche alle dazu genutzt werden können, Daten über Ihr Verhalten zu sammeln. Weitere Informationen zu den von uns verwendeten Diensten und zum Widerruf finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.
Ihre Einwilligung dazu ist freiwillig, für die Nutzung der Webseite nicht notwendig und kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.