"Time is brain"

28. Apr 2020

Experte warnt: Trotz Corona Schlaganfallsymptome ernst nehmen

(Singen). „Time is brain“ bringt es Prof. Christof Klötzsch, Chefarzt der Neurologie am Singener Klinikum, auf den Punkt. Er stellt fest: Die Zahl der Patienten mit flüchtigen Schlaganfallsymptomen oder leichten Schlaganfällen, die sich im Singener Krankenhaus vorstellen, sind seit Beginn der Corona-Pandemie auffällig gesunken. Eigentlich eine gute Nachricht, doch die Vermutung liegt nahe, dass nicht etwa weniger Menschen einen Schlaganfall erleiden, sondern viele aus Angst vor einer Infektion mit dem Corona-Virus trotz deutlicher Symptome nicht ins Krankenhaus gehen. Vergleichbare Entwicklungen berichten auch andere Schlaganfallspezialisten aus verschiedenen Landkreisen in Baden-Württemberg.
Das ist fatal, weiß Klötzsch und appelliert an die Bevölkerung, Schlaganfall-Symptome trotz Corona-Pandemie ernst zu nehmen. Die Sorge vor Ansteckung sei zwar nachvollziehbar, aber es sei wahrscheinlicher, sich beim Einkaufen anzustecken, als im Klinikum, wo strenge Sicherheitsvorkehrungen und hohe Hygienestandards herrschen.

280.000 Schlaganfallpatienten gibt es jährlich in Deutschland, 30 Prozent davon versterben. Der Faktor Zeit ist beim Schlaganfall enorm wichtig, denn „time is brain“. Bei den ersten Anzeichen eines Schlaganfalls gelte es die 112 zu wählen oder sich notfallmäßig in der Neurologie vorzustellen. Die typischen Schlaganfallsymptome sind Gefühls-, Seh- und Sprachstörungen, Gangunsicherheit, einseitige Lähmungserscheinungen sowie plötzlich auftretende starke Kopfschmerzen.

Auch wenn der Schlaganfall bei der Mehrzahl der Patienten für solche Symptome verantwortlich ist, so kommen auch andere, potentiell lebensbedrohliche Erkrankungen in Betracht, weiß Klötzsch. Mit Blick auf Corona weist er darauf hin: „Die meisten COVID-19 Fälle nehmen einen leichten Verlauf. Ein nicht behandelter Schlaganfall dagegen kann zu schwerer lebenslanger Behinderung führen und endet zum Teil auch tödlich“.

Neue Besucherregelung ab 18. Mai 2020

Liebe Besucher, liebe Angehörige,

auf der Grundlage eines Beschlusses des Sozialministeriums Baden-Württemberg gilt
ab Montag, 18. Mai 2020, in den Akutkliniken des GLKN eine neue Besucherregelung.

Diese besagt: Pro Tag ist pro Patient nur ein Besucher gestattet. Besucher melden sich bitte zuerst an den zentralen Infoschaltern bzw. am Empfang an. Im Einzelfall sind Ausnahmen möglich, klären Sie diese im Vorfeld telefonisch unter den zentralen Krankenhausnummern ab.

Menschen, die in den letzten vier Wochen an COVID-19 erkrankt waren oder bei denen ein unwiderlegter Verdacht auf eine Erkrankung besteht, sind zum Schutz der Patienten und des Personals von einem Besuch ausgeschlossen. Bitte dringend beachten!

Wenn Sie einen Termin zu einer ambulanten Untersuchung oder in einer Sprechstunde haben, wenden Sie sich bitte ebenfalls zuerst an die Infoschalter.

Die Einhaltung der Abstandsregel und der Maskenpflicht gilt auch im Krankenhaus.
Bitte desinfizieren Sie beim Betreten der Klinik ihre Hände.

Wir bitten um Ihr Verständnis. Vielen Dank!

Besucherselbstauskunft zu SARS-CoV-2 und Verpflichtungserklärung
(Bitte vor dem Besuch ausfüllen und mitbringen) 

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