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05.04.2017

HBK Singen: Generalsanierung der urologischen Eingriffsräume schafft neue Möglichkeiten

Über die neuen Möglichkeiten der Urologie dank der Generalsanierung mit Schaffung einer neuen Raumstruktur freuen sich (v.l.n.r.) Landrat Frank Hämmerle, Chefarzt PD Dr. Niko Zantl und GLKN-Geschäftsführer Peter Fischer. Bild: aj
Über die neuen Möglichkeiten der Urologie dank der Generalsanierung mit Schaffung einer neuen Raumstruktur freuen sich (v.l.n.r.) Landrat Frank Hämmerle, Chefarzt PD Dr. Niko Zantl und GLKN-Geschäftsführer Peter Fischer. Bild: aj

(Singen). Für die Urologie in Singen bricht ein neues Zeitalter an. Die urologischen Eingriffsräume werden nicht nur einer Generalsanierung unterzogen, sondern sie bekommen ein völlig neues Raumkonzept. Damit werden die Arbeitsabläufe zukünftig deutlich verbessert und für die Urologen bieten sich neue Möglichkeiten. Dass sich die Patienten daneben über mehr Komfort und ein freundlicheres Ambiente freuen können, ist ein willkommener Nebeneffekt.

Bereits seit Ende September 2016 wird im Singener Klinikum umgebaut, saniert und modernisiert. Die urologischen Eingriffsräume im Haupthaus werden unter der Federführung der Abteilung Technik einer umfassenden Sanierung unterzogen. Das bedeutet nicht nur, dass Wände abgerissen und versetzt, Türen verbreitert und die Räumlichkeiten auf die Bedürfnisse der Urologie zugeschnitten werden. Das bedeutet auch, dass das komplette Versorgungssystem, also Wasser- und Abwasserleitungen, Lüftung und die komplette Elektroinstallationen auf den neuesten Stand gebracht werden – sie stammen noch von 1950. Auch der Brandschutz wird auf den neuesten Stand gebracht.

Auslöser für die umfangreichen Arbeiten war die dringend erforderliche Ersatzbeschaffung des Röntgengeräts. Damit begannen die Überlegungen, eine völlig neue Raumstruktur zu schaffen, die letztlich für bessere Arbeitsabläufe sorgen soll. Der Umbau erfolgte nach den Vorstellungen von Chefarzt PD Dr. Niko Zantl, in die Planungen waren auch die Anästhesie, die Pflege und die Hygiene eng einbezogen. Nach langer Planungsvorzeit und langer Vorbereitung begannen die umfangreichen Arbeiten Ende September 2016. In drei Bauabschnitten wird im laufenden Betrieb umgebaut. Um die Störungen so verträglich wie möglich zu halten, erfolgt der Baustellenzugang über das Flachdach.

Noch in 2016 wurden der Flurbereich, der Aufwachraum und der neue Röntgenraum mit neuem Röntgengerät fertig gestellt. Seit Beginn des neuen Jahres konnten auch der neue Befundungsplatz, das neue Sterilgutlager und der neue transurethralen Resektionsraum in Betrieb genommen werden. In letzterem werden Operationen durchgeführt, bei denen auf endoskopischem Wege erkranktes Gewebe aus der Harnblase oder Prostata abgetragen wird - umgangssprachlich auch als Hobelung bezeichnet.

Rund 580.000 Euro nimmt der Gesundheitsverbund für die Sanierung in die Hand, informiert Geschäftsführer Peter Fischer. Hinzu kommen die Kosten für das neue Röntgengerät von rund 274.000. “Das ist gut angelegtes Geld, denn Patient und Personal profitieren von der Maßnahme gleichermaßen“, erklärt Landrat Frank Hämmerle bei einem Besichtigungstermin der Baustelle am 5. April.

PD Dr. Niko Zantl, Chefarzt der Klinik für Urologie im Gesundheitsverbund, freut sich über die neue Raumsituation, denn sie ermöglicht ihm und seinem Team in vielerlei Hinsicht ein besseres Arbeiten. Aber auch der Patient profitiert deutlich, so Zantl. Die neue räumliche Anordnung biete mehr Qualität und mehr Sicherheit bei den röntgengesteuerten Operationen. So sind nun OP-Vorbereitung und Patientenüberwachung durch das Narkoseteam vor Ort möglich. Bisher mussten die Patienten nach der Operation in den Aufwachraum des Zentral-OPs gebracht werden, was umständlich und zeitraubend war. Hinzu kommt: Das neue Röntgengerät hat eine geringere Strahlenbelastung für die Patienten und Ärzte als das alte bei gleichzeitig höherer Auflösung und bietet bei den Aufnahmen einen besseren Kontrast, was die Diagnostik verbessert. Besonders freut sich der Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie darüber, dass nun auch kleine Patienten in der Urologie geröngt werden können und sie nicht mehr in die große Röntgenabteilung gebracht werden müssen. Die urologisch-operative Versorgungssituation für Kinder habe sich mit den neuen räumlichen und diagnostischen Möglichkeiten sehr verbessert, so Chefarzt Zantl.

Mit einer Besonderheit konnte der Chefarzt beim vor-Ort-Termin auch noch aufwarten. Erst vor wenigen Tagen bekam die Singener Urologie ein neuartiges Gerät für die Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL) geliefert – als Ersatz für ein defektes und veraltetes ESWL-Gerät. Die ESWL ist ein minimal-invasives Therapieverfahren zur Behandlung von Nieren- und Harnleitersteinen. Das Verfahren beruht auf einer berührungsfreien Zertrümmerung der Steine durch Schallwellen. Das Besondere am Singener Gerät ist seine Konzeption. Es besteht aus exzellenten und erprobten Einzelbausteinen, die in dieser Kombination noch in keinem Gerät vereint wurden, erklärt Zantl. Die Singener Urologie ist weltweit die erste Klinik, die das ESWL Gerät in dieser Zusammensetzung im Einsatz hat und damit für die Herstellerfirma Storz als Präsentationsklinik Erfahrungen sammelt. In dieser Gerätekombination kann die hochwertige Bildqualität des im Arbeitsplatz integrierten Röntgensystems für die Ortung des Steins und die Inline-Kontrolle während der Behandlung genutzt werden. Das neue ESWL ermöglicht also eine genauere Ortung der Steine und eine fokussiertere Stoßwellenbehandlung, freut sich der Chefarzt über die neue Möglichkeit an seiner Klinik. Zudem können mit dem kompakten Lithotripter Patienten direkt auf der Liege eines bereits vorhandenen urologischen Arbeitsplatzes behandelt werden. Eine Umlagerung in einen separaten ESWL-Raum ist nicht mehr notwendig. Bei Nichtgebrauch kann der Lithotripter vom Arbeitsplatz entfernt und platzsparend aufbewahrt werden.

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