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HBK Singen: Vierter Kreißsaal ab sofort in Betrieb

30.03.2017

Landrat überzeugt sich vor Ort: Singener Geburtshilfe steht bereit

Sie überzeugten sich gemeinsam, dass der vierte Singener Kreißsaal nicht nur eine Interimslösung, sondern ein vollwertiger Kreißsaal ist: (v.r.n.l.) Dr. Wolfram Lucke, Chefarzt der Singener Frauenklinik, Landrat Frank Hämmerle in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender des Gesundheitsverbunds, die leitende Hebamme Kirsten Graf und Hebamme Heike Poeck, die auch in der Ausbildung tätig ist. Bild: aj
Sie überzeugten sich gemeinsam, dass der vierte Singener Kreißsaal nicht nur eine Interimslösung, sondern ein vollwertiger Kreißsaal ist: (v.r.n.l.) Dr. Wolfram Lucke, Chefarzt der Singener Frauenklinik, Landrat Frank Hämmerle in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender des Gesundheitsverbunds, die leitende Hebamme Kirsten Graf und Hebamme Heike Poeck, die auch in der Ausbildung tätig ist. Bild: aj

(Singen). Die Schwangeren im Landkreis Konstanz sind auch nach dem kurzfristigen Wegfall der Geburtshilfe in Radolfzell bestens versorgt. Davon konnte sich Landrat Frank Hämmerle, Vorsitzender des GLKN-Aufsichtsrates, persönlich am heutigen 30. März 2017 ein Bild machen. Er kam ins Klinikum Singen, um den neuen Kreißsaal zu besichtigen und um sich im Gespräch mit den Verantwortlichen davon zu überzeugen, dass es einen nahtlosen Übergang in der Versorgung der Schwangeren des Landkreises gibt.

Mit dem neuen Kreißsaal verfügt das Klinikum Singen nun über vier Kreißsäle. Doch nicht nur räumlich, sondern auch personell und strukturell wurden Anpassungen vorgenommen. So wurden, wie im Vorfeld von GLKN-Geschäftsführer Peter Fischer versprochen, für die Radolfzeller Hebammen teils in Konstanz, teils in Singen neue Arbeitsplätze geschaffen. Durch diese Aufstockung der Hebammenteams an den beiden großen Standorten können nun auch die zusätzlichen Schwangeren aus Radolfzell individuell betreut werden.

Mit einem guten Gefühl konnte Landrat Frank Hämmerle die Singener Frauenklinik wieder verlassen: „Wir sind bereit“, sagte er mit Blick auf den zu erwartenden Anstieg an Gebärenden im Singener Klinikum und freute sich zugleich über die ersten „Radolfzeller“ Babys, die im Singener Klinikum das Licht der Welt erblickt haben. Hämmerle lobte weiter: „Der Gesundheitsverbund hat seine Hausaufgaben gut und zügig gemacht“. Er nehme auch einen sehr positiven Eindruck vom Team der Singener Geburtshilfe mit. Wer hier oder in Konstanz gebäre, sei gut aufgehoben und professionell betreut, erklärte Hämmerle. Das gelte auch für die Kinder, denn beide Kliniken verfügen über spezialisierte Bereiche für Neugeborene. Dem Klinikum Singen ist ein Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe (Level1) und dem Klinikum Konstanz ist ein perinataler Schwerpunkt zugeordnet. Beide Kliniken verfügen zudem über eine Kinderklinik.

Hintergrundsinformation
Ein Perinatalzentrum ist der Zusammenschluss von Frauen- und Kinderklinik zur Versorgung von Schwangeren und Neugeborenen. Dabei gibt es ein Stufenkonzept mit unterschiedlichem Risikoprofil. Das Perinatalzentrum Level 1 (höchste Stufe) versorgt Patienten (Schwangere und Neugeborene) mit höchstem Risiko, also Risikoschwangerschaften jeglicher Art und Frühgeborenen ab der Grenze der Lebensfähigkeit 8350 Gramm). Im Rahmen des Perinatalzentrums arbeiten die Ärzte und die Pflegekräfte der Frauenklinik, Kinderklinik, der Anästhesie und der Kinderchirurgie eng zusammen.
Im perinatalen Schwerpunkt werden Schwangere nach der 32. Schwangerschaftswoche und nicht lebensbedrohlich erkrankte Neugeborene mit einem Geburtsgewicht von mehr als 1500 g versorgt.

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