Ernährung bei Krebs

Bei vielen Krebspatienten wird die Aufnahme von Nahrung zu einem Problem. Über die Ursachen einer Mangelernährung können Sie sich hier informieren.
Wir bieten Ihnen einmal im Monat eine individuelle Ernährungsberatung im Onko-Plus-Raum der Klinik an. Frau Hage, Mitarbeiterin der Gesundheits-GmbH-Deutschland (GHD) nimmt sich eine Stunde Zeit für Sie, um Ihren Ernährungsstatus und Ihre Probleme zu erfassen. Gemeinsam mit Ihnen arbeitet Sie einen Ernährungsplan für die nächsten Wochen aus. Und wenn Sie nicht zurechtkommen oder etwas Unvorhergesehenes eintritt, haben Sie in ihr einen Ansprechpartner.
Anmeldungen nimmt die Koordination des Krebszentrums unter Tel: 07731 89-1304 entgegen. Oder Sie melden sich schriftlich hier für einen Termin an.

Unseren Flyer Mangelernährung können Siehier herunterladen. Darin erfahren Sie, wie Sie eine Mangelernährung erkennen und was Sie selbst dagegen tun können, wenn sie noch nicht zu stark ausgeprägt ist.

Frühstück
Müsli

Gesunde Ernährung: Wie geht das?

Wenn Sie sich allgemein über gesunde Ernährung informieren wollen, können Sie mit unserer Kooperationspartnerin Wiebke Endres, Ökotrophologin.  (Ernährungswissenschaftlerin) Kontakt aufnehmen. Sie hat auch eine hilfreiche APP mit Inhalten zur gesunden Ernährung, Ernährung während der Chemotherapie, Beschwerden und Abhilfe/Linderung und mit über 100 Rezepten entwickelt. Mehr Informationen finden Sie hier.

Vortrag zur gesunden Ernährung vom 24.09.2018.

Imbiss
Vesper

Test: Brauche ich eine Ernährungsberatung?

Info: der Test entspricht dem MNA, empfohlen von der DGEM (Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin)
Beantworten Sie folgende 6 Fragen:

1. Haben Sie während der letzten 3 Monate wegen Appetitverlust, Verdauungsproblemen, Schwierigkeiten beim Kauen oder Schlucken weniger gegessen und dadurch abgenommen?

  • sehr viel weniger gegessen (0 Punkte)
  • weniger gegessen als normal (1 Punkt)
  • normal gegessen/keine Veränderung (2 Punkte)

2. Haben Sie in den letzen 3 Monaten abgenommen?

  • Gewichtsverlust mehr als 3 kg (0 Punkte)
    Ich weiß nicht, ich habe mich schon lange nicht mehr gewogen (1 Punkt)
    Gewichtsverlust zwischen 1 und 3 kg (2 Punkte)
    Kein Gewichtsverlust (3 Punkte)

3. Wie mobil sind Sie?

  • Ich bin bettlägerig oder sitze die meiste Zeit (0 Punkte)
  • Ich bewege mich in der Wohnung (1 Punkt)
  • Ich bewege mich auch außerhalb der Wohnung (2 Punkte)

4. Haben oder hatten Sie eine akute Krankheit oder psychischen Stress während der letzten 3 Monate?

  • ja (0 Punkte)
  • nein (2 Punkte)

5. Haben Sie (zusätzlich) neuropsychologische Probleme, leiden Sie an einer der folgenden Krankheiten?

  • Schwere Demenz oder Depression (0 Punkte)
  • Leichte Demenz (1 Punkt)
  • Keine psychologischen Probleme (2 Punkte)

6. Berechnen Sie Ihren Body Mass Index (BMI): Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch Körpergröße in Metern im Quadrat.
(Beispiel: 84 kg geteilt durch (1,7m mal 1,7m) = 84 kg : 2,89 m² = 29 kg/m²)

  • BMI kleiner 19 (0 Punkte)
  • BMI zwischen 19 und 21 (1 Punkte)
  • BMI zwischen 21 und 23 (2 Punkte)
  • BMI größer 23 (3 Punkte)

Ergebnis (max. 14 Punkte)

12-14 Punkte:
Sie haben einen normalen Ernährungszustand, derzeit sind keine weiteren Schritte notwendig. Wiederholen Sie den Test bei Veränderungen.

8-11 Punkte:
Sie haben bereits ein Risiko für Mangelernährung. Sie sollten Ihren behandelnden Arzt informieren und einen Termin mit einer Ernährungsberaterin ausmachen (z.B. über die Koordination des Krebszentrums unter Tel: 07731 89-1304)

0-7 Punkte:
Es deutet alles darauf hin, dass bei Ihnen bereits eine Mangelernährung vorliegt. Sprechen Sie bitte unbedingt mit Ihrem behandelnden Arzt darüber und vereinbaren Sie einen Termin bei einer Ernährungsberatung (z.B. über die Koordination des Krebszentrums unter Tel: 07731 89-1304).

Die Bedeutung der Ernährung bei Chemotherapie

Die Auswirkungen einer Chemotherapie fürchten viele Patienten sogar mehr als den Krebs an sich. Da aber eine gute Einstellung zu den Therapien deren Erfolg positiv beeinflusst, sollten Sie sich als Betroffener möglichst als Mitglied des Therapieteams verstehen.

Mit der Ernährung können Sie von Anfang an im Kampf gegen den Krebs selbst aktiv werden und den Verlauf der Erkrankung und deren Therapie eigenständig mitgestalten. Geben Sie Ihrem Körper mehrmals täglich mit der richtigen Nahrungsauswahl Kraft für die Therapie. So erhöhen Sie Ihre Lebensqualität während der Chemotherapie erheblich.

Eine Chemotherapie bringt oft eine ganze Reihe von Nebenwirkungen mit sich, die eine Mangelernährung verursachen oder verstärken können, wie z.B. dauerhafte Übelkeit, häufiges Erbrechen oder eine schmerzhafte Entzündung im Mundraum. Auch der Tumor selbst kann Ihren Stoffwechsel erheblich verändern und viel Energie aus Ihrer Nahrung und Ihren Energiereserven für sich zu ziehen. Dadurch kann eine Tumorkachexie ist ein sich selbst verstärkender Prozess, da der Abbau von Muskelproteinen den Energieverbrauch zusätzlich erhöht.

Ernährung ist hier von elementarer Bedeutung. Bei Patienten mit gutem Ernährungszustand schlagen die Therapien besser an. Außerdem zeigen diese Betroffenen eine höhere Therapietoleranz. Das bedeutet, dass die Chemotherapie nicht wegen starker Nebenwirkungen abgebrochen oder reduziert werden muss.

Auch Schwäche, Müdigkeit, Antriebslosigkeit bis hin zu Depressionen und Immobilität können mit einer guten Ernährung verbessert werden.

Was können Sie tun?

Ausreichend kaliumreiche Lebensmittel wie zum Beispiel Aprikosen, Weizenkeime, Trockenfrüchte, Auberginen, Blumenkohl, Vollkornprodukte, Pellkartoffeln essen.

Isotonische Getränke: Diese lassen sich übrigens leicht selbst herstellen (z.B. 500 ml Orangensaft, 500 ml Wasser, 1,5 g Salz) und bewirken durch ein optimiertes Elektrolytverhältnis, dass aus dem Nahrungsbrei im Darm Wasser zurück in Ihren Organismus gelangt. Das verbessert nicht nur Ihre Flüssigkeitsversorgung, sondern dickt auch Ihren Stuhl ein.

Angst an sich ist ein häufiger Auslöser von Übelkeit, weshalb schon die Sorge vor möglichen Nebenwirkungen bereits Erbrechen auslösen kann. Wer sich schon vor Beginn einer Chemotherapie über Gegenmaßnahmen informiert, kann sich gezielt vorbereiten, fühlt Sie sich daher weniger hilflos und vermeidet so schon mal die durch Angst verursachte Übelkeit.

Bei Entzündungen im Mundraum finden Sie hier Hilfe.

Neue Besucherregelung ab 18. Mai 2020

Liebe Besucher, liebe Angehörige,

auf der Grundlage eines Beschlusses des Sozialministeriums Baden-Württemberg gilt
ab Montag, 18. Mai 2020, in den Akutkliniken des GLKN eine neue Besucherregelung.

Diese besagt: Pro Tag ist pro Patient nur ein Besucher gestattet. Besucher melden sich bitte zuerst an den zentralen Infoschaltern bzw. am Empfang an. Im Einzelfall sind Ausnahmen möglich, klären Sie diese im Vorfeld telefonisch unter den zentralen Krankenhausnummern ab.

Menschen, die in den letzten vier Wochen an COVID-19 erkrankt waren oder bei denen ein unwiderlegter Verdacht auf eine Erkrankung besteht, sind zum Schutz der Patienten und des Personals von einem Besuch ausgeschlossen. Bitte dringend beachten!

Wenn Sie einen Termin zu einer ambulanten Untersuchung oder in einer Sprechstunde haben, wenden Sie sich bitte ebenfalls zuerst an die Infoschalter.

Die Einhaltung der Abstandsregel und der Maskenpflicht gilt auch im Krankenhaus.
Bitte desinfizieren Sie beim Betreten der Klinik ihre Hände.

Wir bitten um Ihr Verständnis. Vielen Dank!

Besucherselbstauskunft zu SARS-CoV-2 und Verpflichtungserklärung
(Bitte vor dem Besuch ausfüllen und mitbringen) 

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