HBK Singen: Neue Klinikkapelle ist ein „Raum für die Seele“

27. Mär 2019

Festwochenende mit einem ökumenischen Festgottesdienst und einem "Tag der offenen Kapelle"

Festgottesdienst Zelebranten

(Singen). Das Klinikum Singen feierte zwei Tage lang die Wiedereinweihung der neu gestalteten und frisch sanierten Klinikkapelle. Am Samstagnachmittag mit einem feierlichen Festgottesdienst mit über 150 Gästen, am Sonntagnachmittag mit einem gut besuchten „Tag der offenen Kapelle“.

Der Festgottesdienst wurde zu einer ganz besonderen Feier, es war ein Fest gelebter Ökumene und des guten Miteinanders. Erstmals in der Geschichte Singens und der ganzen Region haben ein evangelischer und ein katholischer Bischof gemeinsam eine Kapelle eingeweiht – und dies im Singener Krankenhaus! Auch die Realisierung des Projektes war ein ökumenischer Kraftakt und nur möglich, weil beide Kirchen sowie die Kirchengemeinden in Singen und im Hegau, das Klinikum, die weltlichen Gemeinden, Institutionen und Stiftungen und vor allem die breite Bürgerschaft das Projekt mitgetragen, gestützt und finanziert haben. Die treibende Kraft bei diesem Projekt waren die beiden Klinikseelsorger Waltraud Reichle (katholisch) und Christoph Labuhn (evangelisch) – das wurde am Samstag immer wieder deutlich. Das Dasein der beiden Bischöfe und ihr Mitfeiern sind auch als Anerkennung für ihre vorbildliche ökumenische Klinikseelsorge in Singen zu verstehen.

Die Freude über das Gelingen des Projektes und die Dankbarkeit darüber waren am Festgottesdienst deutlich spürbar. Gut gefüllt war nicht nur die Kapelle, sondern auch der Turmsaal, in den live der Festgottesdienst übertragen wurde, so dass alle hautnah dabei sein konnten. Im sonnengefluteten Raum, eingetaucht in die leuchtenden Farben der Kapellenfenster von August Babberger, wurde gemeinsam Gottesdienst gefeiert. Zu den Zelebranten zählten die beiden Klinikseelsorger, der amtierende evangelische Landesbischof Prof. Dr. Jochen Cornelius-Buntschuh, der eine bemerkenswerte Predigt hielt, der emeritierte katholische Weihbischof Dr. Paul Wehrle, der Ambo und Altar weihte, Dekanin Hiltrud Schneider-Cimbal vom evangelischen Kirchenbezirk Konstanz, Dekan Matthias Zimmermann vom katholischen Dekanat Hegau und Pfarrer Bernhard Knobelspies, dem Hause eng verbunden.

Immer wieder wurde deutlich, welche Bedeutung die Klinikkapelle für das Haus, aber auch für die Bürger der Stadt und des Hegaus hat – als Ort des Trostes, um Kraft zu schöpfen und gestärkt zu werden, als Ort, um „Schweres abzulegen“, als Ort des Rückzugs, der Besinnung, aber auch des Dankes und der Zuversicht. Mutig sein, andere, neue Wege gehen, sich gemeinsam aufmachen, aufbrechen, einander tragen, Potentiale erkennen – davon handelte die Predigt von Bischof Cornelius-Buntschuh. Der Glaube kennt keine Grenzen und er entfaltet seine ganze Kraft in der Gemeinschaft. Diese Botschaft des Evangeliums passt auch auf die Kapelle und ihre Sanierungsgeschichte. „Gemeinsam ökumenisch sind wir stark“, so Buntschuh. Er war sich sicher, dass Glaube sich zeigen will und darum sei ein öffentlicher Raum wie die Klinikkapelle wichtig.

In den Grußworten gratulierte der Singener Oberbürgermeister Bernd Häusler zur Neugestaltung der Kapelle, architektonisch sei ein „großer Wurf“ gelungen, der beinhaltet: Altes bewahren, fortschreiben und neu interpretieren. Dies lasse die Fenster nach den Entwürfen von August Babberger erst so richtig erstrahlen. Davon konnte sich jeder Gast persönlich überzeugen, denn die Sonne flutete am Samstagnachmittag den Raum und tauchte ihn in eine herrliche Farbenpracht. Häusler dankte dem Singener Architekten Jörg Wuhrer, der im Namen des Lions-Club ehrenamtlich die Fortschreibung der Planung von Alois Landmann und die Bauleitung inne hatte und er dankte allen, die zum Gelingen beigetragen hatten, denn die Neugestaltung und Sanierung war nur dank vieler Spender möglich, die Kapelle wurde zum Gemeinschaftsprojekt.

Für GLKN-Geschäftsführer Peter Fischer war es „ein besonderer Tag für das Klinikum“. Er sprach den beiden Seelsorgern Dank, Respekt und Anerkennung aus: „Dank dafür, dass Sie das Projekt angegangen sind und zum erfolgreichen Abschluss gebracht haben, Respekt für Ihren Mut, das Große zu wagen, Anerkennung, dass Sie so viele Unterstützer, sei es finanziell oder ideell für dieses Projekt gewinnen und eine große Unterstützergemeinschaft bilden konnten“. Prof. Frank Hinder, Ärztlicher Direktor, machte deutlich wie wichtig die Seelsorgearbeit für Patienten, aber auch Mitarbeiter im Klinikum Singen ist. „Sie schenken uns Medizin für die Seele“, so Hinder. Die Kapelle bezeichnete er als “Raum für die Seele“.
Architekt Jörg Wuhrer blickte auf die Projektgeschichte zurück. Weil die Kapelle etwas „ganz Besonderes ist“, sagte er seinerzeit zu. In Rückbesinnung auf die Ideen des Krankenhausarchitekten Prof. Hermann Billing legte er bei der Kapellengestaltung Wert auf die Konzentration auf das Wesentliche, betonte das Licht und machte somit die einmaligen Fenster erlebbar. Mit Blick auf die am Bau beteiligten Firmen und Handwerker, die allesamt einen Spendenbeitrag leisteten, erklärte er: „Das Projekt hat uns alle in seinen Bann gezogen“. Die heutige Kapelle sei die „Fortschreibung des Bürgerwillens vor 90 Jahren“.

Für den passenden und berührenden musikalischen Rahmen sorgten beim Festgottesdienst Eva Bielefeld an der Querflöte, Bezirkskantor Georg Koch an der Orgel und Flavia Götz, Gesang.

Den Dekanen oblag es allen zu danken, die das Projekt möglich gemacht hatte – und das waren viele! Allen voran die beiden Seelsorger Reichle und Labuhn, Architekt Wuhrer, dem Hausarchitekten Gordon Kunze, Künstler Alois Landmann, dem gesamten Kapellenbeirat und den vielen kleinen und großen Spendern, seien es Einzelpersonen, Betriebe, Stiftungen oder Institutionen, der politischen Gemeine und den Kirchengemeinden und allen am Bau Beteiligten. Das ökumenische Gemeinschaftsprojekt Klinikkapelle ist gelungen!

Am Sonntagnachmittag beim „Tag der offenen Kapelle“ zeigte Babberger-Kenner Dr. Andreas Gabelmann auf, warum die denkmalgeschützten Kapellenfenster ein besonderer Kunstschatz sind, Architekt Jörg Wuhrer lud in seinem Vortrag ein, in die Architekturgeschichte des Hauses einzutauchen. Das Team Inklusives Krankenhaus zeigte anhand der „Modellstation“ der benachbarten Urologie wie Inklusives Krankenhaus gelingen kann. Zum Abschluss wurde die neue Konzertreihe „KlangRaum Kapelle“ mit dem Klinikchor Sisingas unter der Leitung von Birgit Mehlich eröffnet. Das Publikum wurde verwöhnt mit Klang und Farben und ging durch diese Fülle reich beschenkt nach Hause.

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Besucherregelung verschärft: Zutritt nur mit FFP2-Maske und negativem Antigentest

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Darüber hinaus schreibt das Land vor, dass Besucher stationärer Patienten einen negativen Antigentest vorweisen müssen - das gilt für den Innen- als auch für den Außenbereich unserer Kliniken. Das Testergebnis darf nicht älter als 48 Stunden sein. Fragen Sie bitte den behandelnden Arzt bei der Einholung der Besuchserlaubnis wie das Prozedere am jeweiligen Klinikstandort ist.

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