Farbenfrohe Umgebung für die Frühgeborenen

29. Jul 2015

Klinikum Singen: Wiedereinweihung der Neonatologie und Kinderintensivstation nach umfassendem Umbau und Sanierung

Sie freuen sich über den gelungenen Um- und Erweiterungsbau der Singener Neonatologie und Kinderintensivstation (von links nach rechts): Chefarzt Prof. Andreas Trotter, Geschäftsführer Peter Fischer, Landrat Frank Hämmerle und Künstler Harald F. Müller, der kostenlos das Farbkonzept erstellte. Bild: aj
Sie freuen sich über den gelungenen Um- und Erweiterungsbau der Singener Neonatologie und Kinderintensivstation (von links nach rechts): Chefarzt Prof. Andreas Trotter, Geschäftsführer Peter Fischer, Landrat Frank Hämmerle und Künstler Harald F. Müller, der kostenlos das Farbkonzept erstellte. Bild: aj

(Singen). Eltern und Mitarbeiter sind gleichermaßen begeistert von der „neuen“ Neonatologie und Kinderintensivstation nach Ende deren Umbau und umfassender Sanierung. Und sicherlich profitieren auch die Kleinsten der Kleinen vom neuen Wohlfühlambiente. Denn nicht nur nach neuesten hygienischen Anforderungen wurde rund ein Jahr lang umgebaut und erweitert, sondern auch die Farbgebung spielte bei der Sanierung eine wichtige Rolle. So wurde die Neonatologie nach einem Farbkonzept des überregional bekannten Künstlers Harald F. Müller gestaltet, der sich Schritt für Schritt dem Thema „Frühgeborene“ genähert hatte und neben kräftigen bunten Farben auch mit sanfteren hellen Tönen arbeitete, damit sich am Ende alle Nutzer hier wohlfühlen.

Müller gehörte ebenso wie der Krankenhausförderverein Singen, die Schöler AG Singen, das Fazz Medical Center und der 1. FC Rielasingen-Arlen zu den Sponsoren der „neuen“ Neonatologie, denn das „Plus“ in der Ausführung ist nur dank externer Unterstützung möglich, unterstrich Geschäftsführer Peter Fischer anlässlich der Wiedereröffnung der Neonatologie und Kinderintensivstation.

Rund eine halbe Million Euro hat der Umbau gekostet. Der war aufgrund von schärferen Hygienevorschriften und Vorgaben des Robert-Koch-Instituts und gestiegenen Anforderungen an die Raumtechnik, aber auch aufgrund der deutlich gestiegenen Fallzahlen notwendig geworden, erklärte Fischer. Um Infektionen gerade bei den besonders gefährdeten Frühgeborenen sowie die Übertragung von Keimen von schwerstkranken Kindern auf andere Neugeborene vorzubeugen, wurde der Abstand zwischen den Bettchen auf mindestens zwei Meter erweitert, die Räume bekamen eine neue Raumlufttechnik und sind nun auch gut klimatisiert. Die Planung und der Umbau erfolgten in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt. Die Neonatologie hat zwei Behandlungsräume dazu bekommen, die Anzahl der Behandlungsplätze konnte von 16 auf 20 erweitert werden, freute sich Fischer anlässlich der Wiedereröffnungsfeier im Cafe Lichtblick am 23. Juli. Er dankte dem hauseigenen Architekten Gordon Kunze und allen am Umbau beteiligten Handwerkern, die auf die besondere Situation der Neonatologie vorbildlich Rücksicht genommen hatten. Sein Dank galt auch Chefarzt Prof. Andreas Trotter und seinem Team, denn der Umbau hatte im laufenden Betrieb stattgefunden. Dafür gab es von der Geschäftsführung ein großes Lob. Alle hatten trotz manchmal widriger Umstände volle Leistung gebracht und sich bestens um die Frühgeborenen und kranken Kinder und deren Eltern gekümmert. Dem Lob und Dank schloss sich Chefarzt Prof. Andreas Trotter später an und überreichte Blumen an die leitenden Damen der Neonatologie, an Oberärztin Dr. Heike Engels und die Stationsleiterinnen Anke Kajinowski, Ulla Andelt und Carina Dreher.

Landrat Frank Hämmerle, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des Gesundheitsverbund Landkreis Konstanz, zeigte sich überzeugt, dass das Geld für den Umbau gut angelegt ist. In Singen gibt es seit neun Jahren gemeinsam mit der Singener Frauenklinik ein sogenanntes Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe (Level1), in dem eine umfängliche und qualitativ hochwertige Versorgung der extrem klein frühgeborenen Kinder (weniger als 1500 Gramm Geburtsgewicht) gegeben ist. Hämmerle wies darauf hin, dass dies an Personal, Ausstattung und Hygiene höchste Ansprüche stelle. Er sei froh, dass der Gesundheitsverbund in Sachen Hygiene dank des neu gegründeten Instituts für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention bestens aufgestellt sei. Die Fallzahlen würden darüber hinaus zeigen, welche Bedeutung der Singener Neonatologie zukomme. Von 2005 bis heute ist die Fallzahl von rund 300 auf rund 430 Kinder gestiegen, darunter 30 bis 40 extrem frühgeborene Kinder pro Jahr. Dabei kommen die Kinder nicht nur aus dem Landkreis Konstanz, sondern auch aus den angrenzenden Landkreisen, die ein solches hochspezialisiertes Angebot nicht vorhalten. Der Gesundheitsverbund habe also eine wichtige Versorgerrolle übernommen zum Wohle der Kleinsten und ihren Eltern.

Chefarzt Prof. Andreas Trotter ließ in seinem Festvortrag die Entwicklung der Frühgeborenenmedizin im Laufe der letzten sechs Jahrzehnte Revue passieren. Gar abenteuerlich mutet aus heutiger Sicht manche Behandlungsmethode, Beatmungstechnik oder die Ernährung mit hochprozentigem Alkohol mangels hochkalorischer Fettlösungen Ende des 19. Jahrhunderts an. Starben 1960 noch 95 Prozent aller Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 1000 Gramm, überleben heute dank des medizinischen Fortschritts mindestens 95 Prozent dieser Kinder, machte Trotter klar. Von den Vorzügen und der Wirkung der modernen Medizin gepaart mit einer farbenfrohen Raumgestaltung konnten sich am Ende des kleinen Festaktes die zahlreichen Gästen persönlich bei Führungen in Kleingruppen durch die „neue“ Neonatologie überzeugen

Besucherregelung verschärft: Zutritt nur mit FFP2-Maske und negativem Antigentest

Liebe BesucherInnen, liebe Angehörige,

im Zuge einer weiteren neuen Corona-Verordnung des Landes vom 1. Februar 2021 gelten nochmalig verschärfte Vorgaben für BesucherInnen zum Schutz der PatientInnen und der MitarbeiterInnen.

Besuche sind im GLKN weiterhin in Ausnahmen nach vorheriger telefonischer Absprache mit dem behandelnden Arzt möglich.

Menschen, die in den letzten vier Wochen an COVID-19 erkrankt waren oder bei denen ein unwiderlegter Verdacht auf eine Erkrankung besteht, sind zum Schutz der Patienten und des Personals von einem Besuch ausgeschlossen.

Wenn Sie einen ambulanten Untersuchungs- oder Behandlungstermin oder in einer Sprechstunde haben, teilen Sie dies an der Eingangskontrolle mit.

Das Tragen einer FFP2–Maske, auch im Krankenzimmer, ist vorgeschrieben. Bitte bringen Sie eine geeignete FFP2  Maske selber mit (ohne Ausatemventil). In Einzelfällen können diese Masken bei der Eingangskontrolle gegen eine Gebühr erworben werden. Das gilt auch für ambulante Patienten sowie Patienten der Zentralen Notaufnahmen.

Darüber hinaus schreibt das Land vor, dass Besucher stationärer Patienten einen negativen Antigentest vorweisen müssen - das gilt für den Innen- als auch für den Außenbereich unserer Kliniken. Das Testergebnis darf nicht älter als 48 Stunden sein. Fragen Sie bitte den behandelnden Arzt bei der Einholung der Besuchserlaubnis wie das Prozedere am jeweiligen Klinikstandort ist.

Bitte desinfizieren Sie beim Betreten der Klinik Ihre Hände. Die Einhaltung der Abstandsregel gilt auch im Krankenhaus.

Das Betreten der Kliniken ist nur über die zentralen Haupteingänge gestattet.

Wir bitten unsere Besucherinnen und Besucher um Verständnis und um strikte Einhaltung der Besucherregelung. Vielen Dank.

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