Schütteln bei Babys ist lebensgefährlich

23. Feb 2010

Gemeinsame Pressemitteilung der TK Konstanz und des Gesundheitsverbunds HBH-Kliniken

(Singen/Radolfzell). Es passiert meistens in der Nacht und in drei von vier Fällen sind es Männer, die die Beherrschung verlieren: Säuglinge werden so intensiv geschüttelt, dass sie sterben oder schwere Behinderungen erleiden. Ursachen sind in der Regel Wut über ein scheinbar endlos schreiendes Baby und Unwissenheit darüber, was Schütteln im Kopf des Kindes anrichten kann. In einer aktuellen Erhebung wurden pro Jahr rund 120 betroffene Kinder aus deutschen Kinderkliniken gemeldet. Experten gehen darüber hinaus von einer nicht unerheblichen Dunkelziffer aus.

Das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren Baden-Württemberg, das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg im Regierungspräsidium Stuttgart (LGA) und die Techniker Krankenkasse (TK) haben eine Informationskampagne gestartet, um Wissenslücken bei den Eltern zu schließen. Auch die Chef- und Belegärztinnen und -ärzte der Geburtsabteilungen des Hegau-Bodensee-Klinikums in Singen und Radolfzell unterstützen die Aktion. Sie überreichen und erläutern den Eltern nach der Geburt ihrer Kinder das Faltblatt "Schütteln ist lebensgefährlich!", in dem alle wesentlichen Informationen enthalten sind. "Fast jeder Kinderarzt und jede Kinderärztin begegnen in ihren Klinikjahren einem oder mehreren Babys mit einem Schütteltrauma. Jedem einzelnen betroffenen Kind werden wesentliche Entwicklungschancen geraubt", betont Dr. Andreas Trotter, Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche am Hegau-Bodensee-Klinikum Singen. Im Nachhinein gebe es keine heilende, sondern nur unterstützende medizinische Behandlung. Deshalb arbeiten bei der Prävention Frauenklinik und Kinderklinik eng zusammen.

"Vor allem offensichtlich unerfahrene Mütter und ihre Partner sollten über das Schütteln und seine Folgen aufgeklärt werden", erklärt Nicole Battenfeld, Sprecherin der TK in Konstanz. "Heftiges Schütteln löst die gleichen Folgen aus wie der Aufprall eines nicht angegurteten Säuglings in einem Auto mit 50 Stundenkilometer auf eine Mauer. Das müssen wir den Eltern bewusst machen." Ein kurzer Augenblick der Unbeherrschtheit könne das Leben von Eltern und Kind zerstören.


Ergänzende Hinweise für die Redaktionen:

Die Nackenmuskulatur ist bei Säuglingen nur schwach ausgeprägt. Der Kopf ist in Relation zur Körpergröße sehr groß. Das Hirngewebe des Säuglings ist noch sehr instabil und relativ schwer.
Durch das Schütteln kommt es zum Einriss von Blutgefäßen im Gehirn und in der Netzhaut des Auges. Diese Blutungen können zu

• Entwicklungsstörungen mit Seh- / Hör- oder Sprachausfällen
• körperlichen und geistigen Behinderungen
• Verhaltensstörungen
• Krampfleiden

bis hin zum Tod führen.

Weitere Informationen im Internet:

www.schuetteln-ist-lebensgefaehrlich.de
www.kindesmisshandlung.de
www.dontshake.org

Der Flyer zur Kampagne kann bei der Landesvertretung der TK in Baden-Württemberg angefordert werden unter LV-Stuttgart@tk-online.de.

Besucherregelung verschärft: Zutritt nur mit FFP2-Maske und negativem Antigentest

Liebe BesucherInnen, liebe Angehörige,

im Zuge einer weiteren neuen Corona-Verordnung des Landes vom 1. Februar 2021 gelten nochmalig verschärfte Vorgaben für BesucherInnen zum Schutz der PatientInnen und der MitarbeiterInnen.

Besuche sind im GLKN weiterhin in Ausnahmen nach vorheriger telefonischer Absprache mit dem behandelnden Arzt möglich.

Menschen, die in den letzten vier Wochen an COVID-19 erkrankt waren oder bei denen ein unwiderlegter Verdacht auf eine Erkrankung besteht, sind zum Schutz der Patienten und des Personals von einem Besuch ausgeschlossen.

Wenn Sie einen ambulanten Untersuchungs- oder Behandlungstermin oder in einer Sprechstunde haben, teilen Sie dies an der Eingangskontrolle mit.

Das Tragen einer FFP2–Maske, auch im Krankenzimmer, ist vorgeschrieben. Bitte bringen Sie eine geeignete FFP2  Maske selber mit (ohne Ausatemventil). In Einzelfällen können diese Masken bei der Eingangskontrolle gegen eine Gebühr erworben werden. Das gilt auch für ambulante Patienten sowie Patienten der Zentralen Notaufnahmen.

Darüber hinaus schreibt das Land jetzt vor, dass Besucher stationärer Patienten einen negativen Antigentest vorweisen müssen. Das Testergebnis darf nicht älter als 48 Stunden sein. Fragen Sie bitte den behandelnden Arzt bei der Einholung der Besuchserlaubnis wie das Prozedere am jeweiligen Klinikstandort ist.

Bitte desinfizieren Sie beim Betreten der Klinik Ihre Hände. Die Einhaltung der Abstandsregel gilt auch im Krankenhaus.

Das Betreten der Kliniken ist nur über die zentralen Haupteingänge gestattet.

Wir bitten unsere Besucherinnen und Besucher um Verständnis und um strikte Einhaltung der Besucherregelung. Vielen Dank.

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