Gemeinsam gegen den Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen

09. Sep 2010

Hegau-Jugendwerk in Gailingen und Alkoholpräventionsnetzwerk b.free kooperieren

(Gailingen/Konstanz). Rund 60 Interessierte hatten sich am Dienstagabend, 7. September, zur öffentlichen Präsentation der Kooperation zwischen dem Rehabilitationszentrum Hegau-Jugendwerk in Gailingen und b.free, dem Alkoholpräventionsnetzwerk im Landkreis Konstanz, in der Bodenseehalle des Landratsamtes Konstanz eingefunden. Beide Einrichtungen hatten in diesem Frühjahr einen Kooperationsvertrag unterzeichnet und konnten bei der Vorstellung der Kooperation von ersten gemeinsamen Projekterfahrungen berichten.
In seiner Begrüßung freute sich Axel Goßner, Sozialdezernent des Landkreises Konstanz, in Vertretung des Landrats über die zustande gekommene Zusammenarbeit. Da seien zwei Institutionen von unterschiedlichen Enden her aufeinander zu gegangen, um gemeinsam stark zu sein, wenn es um die Vorbeugung von Alkoholmissbrauch gehe.
Warum die Kooperation zwischen b.free und dem Hegau-Jugendwerk Sinn macht, erläuterten Dr. Klaus Scheidtmann, Ärztlicher Direktor des Hegau-Jugendwerks Gailingen, und Stefan Gebauer, einer der beiden Geschäftsführer von b.free. Scheidtmann stellte zunächst die Einrichtung Hegau-Jugendwerk mit seinen manigfaltigen Therapie- und Förderungsmöglichkeiten von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit erworbenen neurologischen Schädigungen vor. Auch im Jugendwerk gibt es immer wieder Patienten, die aufgrund eines schweren Alkoholunfalls zur Rehabilitation im Jugendwerk weilen. Zudem sei das Thema Alkohol und „Komasaufen“ auch bei ihm zu Hause und in der Schule seines Sohnes ein Thema, erklärte Scheidtmann. Was liegt da näher, als mit Rehabilitanden, die nach Alkoholmissbrauch schwer verunglückt sind, zu den Jugendlichen bzw. in die Schulen zu gehen, damit diese auf Augenhöhe in der Sprache der Jugendlichen von ihrem Schicksal berichten?
Wie nachhaltig diese besonderen Unterrichtsstunden sind, wusste Stefan Gebauer zu berichten. Er war mit einem Dutzend „schwieriger Jugendlichen“ im Hegau-Jugendwerk zu Gast, um ein alkoholbedingtes Patienten-Schicksal kennen zu lernen. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können, so gebannt hätten die Jugendlichen dem 20jährigen Rehabilitand gelauscht. „Da haben alle zugehört, auch die übelsten Chaoten“, erinnerte sich Gebauer. Die Betroffenheit hätte sich auch darin gezeigt, dass die Jugendlichen nachträglich das Erlebte im Gespräch aufarbeiten wollten. Beim anschließenden Rundgang über das Jugendwerks-Gelände hätte die Gruppe zudem die andere Seite des Lebens kennen gelernt. Für Gebauer ist die neue Kooperation „ein toller neuer Baustein“ in der Alkoholprävention im Landkreis Konstanz.
Rüdiger Becker, Leiter der Wilhelm-Bläsig-Schule am Hegau-Jugendwerk, fasste die bisherigen Projekterfahrungen zusammen und bestätigte Gebauers Erlebnis. Jugendliche mit den Schicksalen Gleichaltriger zu konfrontieren schaffe eine Nachhaltigkeit, die man mit Lehrbüchern nicht erreiche. Die Schüler öffnen sich für das Thema, diese Gespräche führten zur Ursachenforschung und grundsätzlichen Fragen über das eigene Verhalten, ist Becker überzeugt.
Mit der abschließenden Eröffnung der Wanderausstellung „Bilder aus der Zwischenzeit“, die Kunsttherapeut Jörg Rinninsland seit 20 Jahren betreut, wurde noch einmal den Bogen zur täglichen Rehabilitationsarbeit im Jugendwerk gespannt. Die Ausstellung zeigt Bilder und Geschichten aus der neurologischen Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen des Hegau-Jugendwerks. Sie ist bis zum 1. Oktober im Landratsamt Konstanz zu den Öffnungszeiten des Amtes zu sehen.
(ca. 300 Zeichen/aj)

Besucherregelung verschärft: Zutritt nur mit FFP2-Maske und negativem Antigentest

Liebe BesucherInnen, liebe Angehörige,

im Zuge einer weiteren neuen Corona-Verordnung des Landes vom 1. Februar 2021 gelten nochmalig verschärfte Vorgaben für BesucherInnen zum Schutz der PatientInnen und der MitarbeiterInnen.

Besuche sind im GLKN weiterhin in Ausnahmen nach vorheriger telefonischer Absprache mit dem behandelnden Arzt möglich.

Menschen, die in den letzten vier Wochen an COVID-19 erkrankt waren oder bei denen ein unwiderlegter Verdacht auf eine Erkrankung besteht, sind zum Schutz der Patienten und des Personals von einem Besuch ausgeschlossen.

Wenn Sie einen ambulanten Untersuchungs- oder Behandlungstermin oder in einer Sprechstunde haben, teilen Sie dies an der Eingangskontrolle mit.

Das Tragen einer FFP2–Maske, auch im Krankenzimmer, ist vorgeschrieben. Bitte bringen Sie eine geeignete FFP2  Maske selber mit (ohne Ausatemventil). In Einzelfällen können diese Masken bei der Eingangskontrolle gegen eine Gebühr erworben werden. Das gilt auch für ambulante Patienten sowie Patienten der Zentralen Notaufnahmen.

Darüber hinaus schreibt das Land vor, dass Besucher stationärer Patienten einen negativen Antigentest vorweisen müssen - das gilt für den Innen- als auch für den Außenbereich unserer Kliniken. Das Testergebnis darf nicht älter als 48 Stunden sein. Fragen Sie bitte den behandelnden Arzt bei der Einholung der Besuchserlaubnis wie das Prozedere am jeweiligen Klinikstandort ist.

Bitte desinfizieren Sie beim Betreten der Klinik Ihre Hände. Die Einhaltung der Abstandsregel gilt auch im Krankenhaus.

Das Betreten der Kliniken ist nur über die zentralen Haupteingänge gestattet.

Wir bitten unsere Besucherinnen und Besucher um Verständnis und um strikte Einhaltung der Besucherregelung. Vielen Dank.

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