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Facettenreicher Festakt zum 90jährigen Bestehen

16.10.2018

Klinikum Singen feiert Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und blickt über den Tellerrand

HBK Si Festakt

(Singen). Mit einem stimmungsvollen Festakt in der „guten Stube der Stadt Singen“, wie GLKN-Geschäftsführer Peter Fischer in seiner Begrüßung erklärte, feierte das Klinikum Singen am 11. Oktober mit über 100 Festgästen sein 90jähriges Bestehen unter´m Hohentwiel. Dass man nicht nur den Start des Jubiläumsjahres –die Buchtaufe der Stadt- und Krankenhauschronik im November 2017–, sondern auch den Festakt als fast Schlusspunkt des Jubiläumsjahres im Bürgersaal des Singener Rathaus feiere, zeige die enge Verbundenheit zwischen der Stadt und ihrem Krankenhaus, so Fischer. Er betonte: „Was die Singener Bürgerschaft mit dem Bau des Singener Klinikums damals auf der grünen Wiese geschaffen hat, war und ist eine großartige Leistung. Eine Leistung mit Weitsicht und Vision“. Fischer ließ ein großartiges Jubiläumsjahr mit vielen Höhepunkten Revue passieren und dankten allen, die daran mit gewirkt hatten.

Landrat Frank Hämmerle, Aufsichtsratsvorsitzender des GLKN, freute sich in seinem Grußwort, dass man mit dem Feiern nicht bis zum Hundertjährigen gewartet habe, so seien alle noch da und könnten mitfeiern. Singen sei der größte Standort im Gesundheitsverbund, den es seit dem 12.12.12 gebe. Im sechsten Jahr nach der Holding zog der Aufsichtsratsvorsitzende das Fazit: Der Gesundheitsverbund war die richtige Entscheidung, von der alle Standorte profitieren, auch das Singener Klinikum. Hämmerle wies auf die 15 Millionen, die der Landkreis zur Digitalisierung des Verbunds zur Fügung stellt und auf den Masterplan Bauen für das Klinikum Singen, wo der Neubau der Notaufnahme und die Einführung der interventionellen Radiologie in naher Zukunft anstehen, dazu kommt der Neubau des vierten Kreißsaals, der eine ganze Reihe baulicher Maßnahmen beinhaltet und der geplante Bau eines neuen Betten- und Funktionstraktes. Hämmerle gratulierte den Verantwortlichen und den Beschäftigten des Klinikums Singen herzlich: „Es ist ein tolles Haus mit tollen Menschen, die eine tolle Arbeit machen“.

Oberbürgermeister Bernd Häusler oblag es in seinem Grußwort auf die enge Verbindung der Stadt Singen zu ihrem Krankenhaus hinzuweisen, die sich aus der Geschichte heraus erkläre. Die rasante Entwicklung der Stadt führte zum Neubau unter´m Hohentwiel. Das Singener Klinikum ist ein Haus von Bürgern für Bürgern gebaut – vorausschauend und mutig, denn im Eröffnungsjahr hatte Singen erst 14.000 Einwohner. Dass die Stadt mit Prof. Billig einen der renommiertesten Architekten seiner Zeit engagierte, spreche für die Bedeutung des Baus für die Stadt und für den Willen, etwas Besonderes zu schaffen. Häusler erinnerte an Stationen in der Geschichte des Krankenhauses und an bedeutende Persönlichkeiten des Krankenhauses wie Prof. Sauerbruch, der die Armprothesen für Kriegsversehrte gemeinsam mit einem Orthopädiemeister aus Singen entwickelte. Er erinnerte an das mehrtägige Fest anlässlich der Einweihung im Oktober 1928, an ein Festbankett, an die Aufführung der Oper „Fidelio“ und mehreren Tagen der offenen Tür.

Eine Oper gab es beim Festakt in 2018 nicht, aber dennoch klassische Musik vom Feinsten. Ein Quintett und später Quartett, bestehend aus Ärzten aus Singen, Konstanz und Radolfzell, spielte eingangs die Suite in h-Moll von Bach und später zwei Sätze aus Mozarts heiterem Flötenquartett in D-Dur. Für Begeisterung und für den richtigen Ton an diesem frühen Abend sorgten Christine Hellstern an der Flöte, Herbert Ruchti an der Violine, Susanne Bock an der Viola, Wolfram Lucke am Cello und Veit Busam am Bass.

Für Heiterkeit sorgte auch Klinikclownin Galina, die im wahrsten Sinne des Wortes durch den Abend führte, will sagen: alle Redner an ihren Plätzen abholte und zum Pult geleitete. So charmant und gut gelaunt hat noch keiner zum Rednerpult gefunden….

Das freute auch Festredner Dr. Peter Spork, der in seinem Vortrag der Frage nachging „Epigenetik und Gesundheit – wie das Leben unsere Gene prägt“. Statt dem obligatorischen Rückblick habe man einen Redner gesucht, der Impulse setzen, zum Nachdenken anregen und mit dem man gemeinsam über den Tellerrand blicken könne und dabei die Gesundheit in den Mittelpunkt stelle, so Fischer in seiner Begrüßungsrede, in der er den Neurobiologen und führenden Wissenschaftsautoren aus Hamburg bereits angekündigt hatte. Er hatte nicht zu viel versprochen. Spork machte klar, dass die Zeit der „Euphorie der Gene vorbei“ sei. Vererbung sei weniger bedeutend als man denke, erst die Genregulation bestimmt das Schicksal der Zelle. Die erworbene Umweltanpassung verleiht der Zelle eine Identität und ein Gedächtnis. Die Epigentik sei die Sprache, in der die Umwelt mit den Genen spreche und das „ändere die Sicht auf das Leben, auf Krankheit und Gesundheit total“, so Spork. Er war sich sicher: Das wird die Medizin verändern!

Umweltanpassungen vererben sich und machen nicht an der Generationsgrenze halt - das hat Auswirkungen auf die Gesellschaft. Übergewicht, Diabetes, Traumatisierung uvm. wird über drei bis vier Generationen weiter gegeben, daraus leitet Spork den Appell an die Politik ab, nachhaltiger zu denken und zu lenken und auch die präkonzeptionelle Gesundheit mit ins Kalkül zu nehmen. Gesundheit, so Spork abschließend, ist nicht ein Zustand wie die WHO sie definiert, sondern ein Prozess, der über Generationen hinweg gehe. Es ist die Fähigkeit, sich anzupassen.

Einen Segensgruß sprachen Waltraud Reichle, katholische Klinikseelsorgerin, und Christoph Labuhn, evangelischer Seelsorger. Sie zitierten Albert Schweitzer, rebellischer Theologe und Arzt, der eine tiefe Ehrfurcht vor dem Leben hatte und seine Aufzeichnungen stets begann mit zwei Worten „mit Gott“. Leben sei ein Geschenk und Leben ist auf Segen angewiesen, so die Seelsorger, die den Spruch der Grundsteintafel im Klinikum zitierten: „möge Gottes Segen allzeit auf diesem Hause ruhen“. Mit einer Szene aus dem Theaterstück „Geburt.HeilungTrost“, dessen Aufführungen den Abschluss des Jubiläumsjahres bilden, endete ein abwechslungsreicher Festakt, der so facettenreich war wie das ganze Jubiläumsjahr.

Bilder zum Festakt finden Sie in unter dem Menüpunkt "Aktuelles" in der Rubrik "Bildergalerien".

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